Radfahren...!

Radtour auf dem Oderbruchbahn-Radweg
1. Tag: Von Fürstenwalde an der Spree bis nach Golzow im Oderbruch (64,4 km)

Ein Fahrrad-Reisebericht über eine Radtour auf einem Teil des Oderbruchbahn-Radwegs im Juli 2011
  mit 23 Bildern




Platkower Mühlenfliess

Ein Stopp auf dem Oderbruchbahn-Radweg in traumhafter Landschaft: Die Seenkette des "Platkower Mühlenfließ".

 

Fürstenwalde an der Spree, Donnerstag 14.7.2011, 12:25 Uhr

 

START AUF DEN ODERBRUCHBAHN-RADWEG IN FÜRSTENWALDE / SPREE

Schon mehrfach sind wir auf verschiedenen Radtouren auf Stücke des Oderbruchbahn-Radwegs gestoßen. Und da uns diese Etappen immer gut gefallen haben, liegt der Beschluss nahe, diesen Radweg einmal in seiner Gesamtheit abzufahren. Und das Unternehmen startet heute, mitten im Juli - bei erschreckend tiefen Temperaturen.

 

 

 

Aber bevor wir jetzt tatsächlich auf die Strecke starten, brauchen wir erstmal eine richtige, kleine Pause. Denn: Unsere Anfahrt verlangt danach! 34,6 km Radtour haben wir schon hinter uns gebracht, um überhaupt zum Startpunkt des Oderbruchbahn-Radwegs in Fürstenwalde an der Spree zu kommen. Und wir sind ja nicht auf der Flucht - also erstmal Kaffeepause! Mitten in Fürstenwalde. Aufwärmen müssen wir uns bei der Kühle auch, unglaublich eigentlich, mitten im Juli. Unser Motto des Tages gibt ein Plakat im Café vor: "Ich habe keine Zeit mich zu beeilen".

Dann ist der Bahnhof von Fürstenwalde - der Startpunkt des Oderbruchbahn-Radweg - schnell und leicht gefunden, es gibt eine Infotafel "Spurensuche entlang des Oderbruchbahn-Radweges". Und genau um 12:25 Uhr machen wir uns nun auf den "richtigen" Weg. Es ist so kühl, dass wir uns so dick wie möglich angezogen haben.

Fürstenwalde Radstreifen

So geht es hinaus aus Fürstenwalde an der Spree: Auf klar markierten Fahrradstreifen auf der Straße.

 

 

 

Die Beschilderung des Oderbruchbahn-Radwegs ist klar, der Weg auch für uns als völlig Ortsfremde unkompliziert gefunden. Aus der 31.000-Einwohner Stadt kommt man auf einem Stück auf einem Radfahrstreifen auf der Straße hinaus. Solche für Radfahrer optimalen Schutzstreifen kennt man im heimatlichen Hamburg fast überhaupt nicht.

 

 

 

Und doch kommt bei mir ein Gefühl von "Osten" auf: Es geht in die Yuri Gagarin-Straße und an der Juri-Gagarin-Schule vorbei - Namen, die es so in Westdeutschland wohl nirgendwo gibt (ja, warum eigentlich immer noch nicht?) und die sicherlich noch aus den Zeiten des "Klassen-kampfes" stammen. Aus Zeiten, als "der Ostblock" kurzzeitig einmal die technologische Führung im Weltraum übernommen hatte. Bei diesen Gedanken muss ich schon ein wenig in mich hinein grinsen: War ich doch als Kind großer "Raumfahrt-Fan" und hatte irgendwann den Berufswunsch "Astronaut". "Kosmonaut" zu werden, hatte ich nie erwogen. Aber geklappt hat das ja sowieso nicht. Sonst würde ich ja völlig andere Reiseberichte schreiben...

Aber ruckzuck haben wir dann die Stadt auch schon verlassen, zunächst geht es auf straßenbegleitenden Radwegen neben Hauptstraßen weiter. Kurz vor der Ortschaft Buchholz knickt der Radweg dann weg von der Kreisstraße - und man kann in völliger Ruhe radeln.

Schloss Steinhöfel

Mittagspause im Park vom Schloss Steinhöfel.

 

 

 

Eigentlich war für heute ja Sonne angesagt worden - aber wir vermissen diese derzeit sehr schmerzlich. Fast sieht der Himmel bedrohlich nach Regen aus. Aber soviel schon vorweg: Regen bleibt uns erspart und ab 14 Uhr wird der Himmel tatsächlich nach und nach aufreißen. Da haben wir gerade eine kleine Essens-Pause nach 11 km auf dem Oderbruchbahn-Radweg gemacht, in dem etwas abgelegenen, ausgedehnten, aber auch leicht unaufgeräumten Park des Schlosses Steinhöfel (ein befreundeter Landschaftsarchitekt pflegt zu sagen: "Die Axt erhält den Park"). Der Rest der Tour wird dann zumeist im Sonnenschein stattfinden.

 

 

 

Wie auf einer früheren Bahnstrecke in dieser Region nicht anders zu erwarten, gibt es auf dem Weg keine besonderen Steigungen, die zu bewältigen wären. Die meiste Zeit fährt man auf einen kombinierten Radfahrer-/ Fußgängerweg, man ist also autofrei unterwegs. Und der Asphaltbelag des Weges ist von bester Qualität: Asphalt so glatt, wie ein Kinderpopo. Man kann sein Rad völlig ungestört einfach so durch die typische brandenburgische Landschaft laufen lassen. Denn: Es sind nicht viele andere Radler unterwegs, zumindest heute nicht. Mir erscheint das nach mittlerweile vielen Radtouren im östlichen Brandenburg ganz typisch zu sein: Perfekt ausgebaute und oft etwas abgelegene Radwege, viel Ruhe, weite Landschaft. Brandenburg ist ein großartiges Radfahrerland! Allerdings ist die Infrastruktur oftmals auch entsprechend weitläufig, man findet eben nicht alle paar Kilometer ein Café oder Restaurant. Oder auch eine Unterkunft.

 

TREFFPUNKT DER BEIDEN ROUTEN DES ODERBRUCHBAHN-RADWEGS IN HASENFELDE

Hasenfelde Bahnhofsgebäude

Was für ein (ehemaliges) Bahnhofsgebäude in einem 300-Seelen-Dorf! Hier in Hasenfelde trafen früher die beiden Stränge der Oderbruchbahn.

 

 

 

Der nächste erwähnenswerte Ort auf unserer Tour ist das Dorf Hasenfelde, das noch zur Gemeinde Steinhöfel gehört. Hier gibt es noch ein großes, markantes Bahnhofs-gebäude - das seinen Ursprungszweck wegen der stillgelegten Bahnstrecke ja nicht mehr erfüllen kann. Da das Gebäude einen guten Steinwurf entfernt vom Radweg steht, bekommt man eine Ahnung davon, dass man womöglich nicht direkt auf dem ehemaligen Bahndamm unterwegs ist, sondern zuweilen wohl ein kleines Stückchen abseits davon.

 

 

 

Aber Hasenfelde ist auch der Ort, in dem die beiden Strecken des Oderbruchbahn-Radweges zusammen treffen. Bzw., je nach Sichtweise, an dem sich die Strecke teilt. Wir haben unsere Tour ja in Fürstenwalde/ Spree begonnen. Ein zweiter Start- oder Endpunkt des Weges ist in Buckow in der Märkischen Schweiz. Hier in Hasenfelde treffen sich beide Routen und dementsprechend wichtig und großzügig ist das Bahnhofsgebäude dieses 300-Einwohner-Dorfes. Und es gibt hier eben auch Radweg-Hinweisschilder des Oderbruchbahn-Radweges in drei verschiedene Richtungen.

Oderbruchbahn-Radweg Informationstafel

Eine der zahlreichen, umfassenden Informationstafeln am Oderbruchbahn-Radweg. Immer mit präziser Karte, historischen Informationen zur Oderbruchbahn und Umgebungsinformationen in Deutsch und Englisch.

 

 

 

Und man findet hier in Hasenfelde auch wieder eine der großen und sehr aufwändig gestalteten Infotafeln, die einen den gesamten Oderbruchbahn-Radweg entlang begleiten. Hier hat man richtig großzügig in Informationen über den Weg investiert, immer gibt es Informationen über die jeweilige Gemeinde, eine Karte über den Radweg mit Touristinformationen und eine komplette Tafel zu einem Thema der historischen Oderbruchbahn. Hier in Hasenfelde wird ausführlich über den Personenverkehr auf der Strecke informiert. Man muss als Radler schon sehr viel Ruhe und Zeit und geduldige Mitfahrer mitbringen, wenn man dies alles lesen und aufzunehmen will. Da mir selber dies oftmals alles fehlt und ich die Geduld meiner Herzallerliebsten auch nicht strapazieren möchte, habe mir angewöhnt, solche Infotafeln mit ruhiger Hand abzufotografieren und dann bei Bedarf daheim noch einmal anzuschauen. Aber: Insgesamt sind diese Infos am Oderbruchbahn-Radweg sehr liebevoll zusammengesammelt und in hochwertigen Infotafeln in deutscher und englischer Sprache dargestellt. Das habe ich in solcher Güte noch nirgendwo gesehen!

Weiter geht unsere Tour. Der Himmel reißt immer mehr auf, und da ich ja vor allem Schönwetter-Radler bin, wird der Spaß an der Tour also dementsprechend immer größer. Hin und wieder "berühren" wir das eine oder andere Dorf, wie Arensdorf oder Georgenthal. Es geht eine Weile über einen gepflasterten Weg - auch kein Problem. Und als wir gegen 14:30 Uhr "irgendwo im Nirgendwo" eine Bank am Wegesrand sehen, entscheiden wir uns spontan für eine kleine Pause.

 

TOLLE LANDSCHAFTEN BEI FALKENHAGEN

bei Falkenhagen

Der gleiche Ort, wie darüber - nur zu anderer Jahreszeit und mit anderem Himmel.

 

 

 

Eine gute Entscheidung! Die Bank steht zu Recht hier und obwohl der Kirchturm des Ortes Falkenhagen schon zu sehen ist, ist es ein friedlicher, schöner, ruhiger einladender Ort. Ein himmlischer Frieden herrscht hier - und wir haben die Tendenz, ihm den Namen "Platz des himmlischen Friedens" zu geben. Aber, Moment, dieser Name ist ja schon besetzt für etwas ganz anderes und hat nicht viel mit Frieden und wenig mit himmlisch zu tun. Also einigen wir uns auf den Namen "Himmlischer Platz des Friedens" für diesen Ort hier. Und genießen fast eine Dreiviertel Stunde lang dessen Schönheit der Landschaft und himmlische Ruhe. Wir sind ganz hingerissen - so schön kann Brandenburg sein! Unsere Fotos zeigen kaum, warum dieser Flecken zwischen Georgenthal und Falkenhagen uns so gut gefällt...

 

 

 

Und doch treibt es uns weiter, natürlich. Wir durchqueren den Ort Falkenhagen (Mark), es geht links ab in Richtung Lietzen. Nach einem kurzen Stück werden wir von einer Absperrung des Radwegs überrascht, der hier eine Zeitlang parallel zu einer Straße verläuft. Auch die Straße ist gesperrt. Was tun? - überlegen wir nicht lange, denn es gibt weit und breit keine sichtbare Alternative für uns. Also schlängeln wir uns an dem "Durchfahrt verboten"-Schild vorbei und befahren den Radweg einfach. Klar! Und tatsächlich: Nach ein paar hundert Metern kommen ein paar Ausbesserungsstellen auf dem Weg. An einigen Stellen ist der ansonsten glatte Asphalt über einzelne Meter Länge geringfügig gerissen, und zum größten Teil auch schon ausgebessert, zum Teil auch nur markiert. Für einen Radfahrer aus Hamburg findet sich jedoch auch bei genauem Hinschauen weit und breit nichts, weswegen man den Weg hätte sperren müssen. Im Gegenteil: Selbst das schlechteste Stück Weg an dieser Stelle ist immer noch um besser, als die meisten benutzungspflichtigen Radwege in Hamburg. Wie unterschiedlich die Beurteilungsmassstäbe doch sein können...

Platkower Mühlenfließ

Das Platkower Mühlenfließ kommt in Sicht (siehe auch das Titelbild ganz oben). Ein schöner Ort zum Verweilen.

 

 

 

Nach gerade mal 20 Minuten Fahrt allerdings kommen wir an den nächsten wunderschönen Ort, der uns eine kleine Pause geradezu aufzwingt. Am Platkower Mühlenfließ hat man einen dermaßen schönen Blick, dass es uns geradezu in den Bann schlägt. Hierhin waren wir vor ein paar Tagen schon einmal geraten - was uns sehr ermuntert hat, den Oderbruchbahn-Radweg mal in seiner Gänze abfahren zu wollen. Schon damals hatten wir an dem "gesetzlich geschütztem Biotop" lange verweilt und unter anderem einen Fischadler bei seinen Jagdszenen beobachtet. Jetzt sitzt er offenbar satt Zuhause, aber die Masse an Wasservögeln ist auch so eindrucksvoll. Heute bleiben wir hier nur eine Viertelstunde - wir wollen ja noch etwas weiter. Aber prompt bekommt der Ort von uns auch einen eigenen Namen: "Himmlischer Platz des Friedens 2". Zugegeben: Nicht sehr fantasievoll...

Schloss Diedersdorf

Eine kurze Verschnaufpause gönnen wir uns noch vor dem Schloss Diedersdorf. Es gibt viele Schlösser in der Gegend - und dementsprechend auch einen Radweg "Märkische Schlössertour".

 

 

 

Weiter geht es, am Ortsrand von Lietzen vorbei. Die dortige Komturei (der frühere Rittersitz des ehemaligen Templerordens), im 13. Jahrhundert gegründet, hatten wir glücklicherweise kürzlich schon besichtigt - ansonsten wäre dort ohne Zweifel der nächste Stopp fällig. Auch den Ort Neuentempel durchqueren wir ohne viel Aufhebens. Fünf Minuten Verschnauf- und Arscherholungspause gibt es dann allerdings für uns nochmal vor dem Schloss Diedersdorf.

 

 

 

Von dort ist der Weg nicht mehr weit bis nach Seelow. Es mutet für mich etwas überraschend an, dass diese Stadt mit ihren 5.400 Einwohnern die Kreisstadt des Landkreises Märkisch-Oderland ist. Wo es in dem Kreis doch auch deutlich größere Städte wie Strausberg (26.000 Einwohner) oder Bad Freienwalde (12.400) gibt. Aber, nun gut, so ist es eben. Vielleicht hat Seelow diese Tatsache ja der zentraleren Lage zu verdanken? Wie auch immer, auch in Seelow, bzw. ein Stück außerhalb des Ortes, gibt es eine bedeutende Sehenswürdigkeit: Die Gedenkstätte für die viele tausende Menschenleben kostende Schlacht an den Seelower Höhen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges. Diese Gedenkstätte lassen wir heute aus - schließlich geht die Uhr langsam in Richtung 17 Uhr - und wir wollen immer noch einige Kilometer weiter fahren. Trotzdem gibt es in Seelow einen kurzen Stopp. Seelow ist für einen größeren Bereich das Zentrum für den Einkauf - also machen wir an einem der Supermärkte einen Stopp, um unsere Wasservorräte aufzufüllen.

Die nächste Pause für uns liegt aber gar nicht so weit entfernt: Dem Kunstspeicher in Friedersdorf sollten wir doch etwas Zeit und Aufmerksamkeit schenken - der Tipp war uns schon zuvor mit auf den Weg gegeben worden. Ein großer, wuchtiger ehemaliger Getreidespeicher mit Kunst-Ausstellungen und Informationen über Kultur und Geschichte der Gegend. Nun, es ist immerhin bereits 17:15, als wir hierher kommen - trotzdem: Ach, komm!, gibt es doch einen Kaffee für uns auf der Außenterrasse. Zugegeben: Viel Kunst und Kultur haben wir uns nicht gegönnt. Aber auch so war der Speicher einen Kaffee-Stopp wert. Allzu viele Möglichkeiten für einen Kaffee gibt es hier halt nicht.

So langsam schwant uns, dass bei unserem Tempo und den vielen Stopps keine große Kilometer-Leistung mehr möglich sein wird... Aber das Wetter ist mittlerweile schön sommerlich und wir haben einfach unseren Spaß an der schönen und auch interessanten Gegend!

 

RASEND HINAB INS ODERBRUCH!

In Dogelin knickt man dann ab in Richtung Oderbruch, hinter Libbenichen überquert man die Bahnstrecke zwischen Bad Freienwalde und Frankfurt (Oder), hat noch einige tolle Blicke über die hier sehr hügelige Märkische Landschaft- und dann gibt es eine etwa 50 Höhenmeter hinab führende, ziemlich rasante, dicht bewachsene Abfahrt. Und nach gut zwei Minuten Fahrt wird man in einer völlig anderen Landschaft ausgespuckt: Dem Oderbruch.

Landschaft bei Libbenichen

Drei Minuten Fahrt, in drei Fotos zusammengefasst:
Blick über die erhabene, hügelige Landschaft bei Libbenichen...

Oderbruch

... und danach wird man dann 50 Meter tiefer förmlich ausgespuckt in der völlig platten, weiten Ebene des Oderbruchs.

 

 

 

Was für ein überraschender Übergang! Hatte man eben noch einen erhabenen Weitblick von der hügeligen Landschaft, so ist man jetzt, ganz plötzlich, wie in eine andere Landschaft versetzt. Alles um einen herum ist plötzlich total platt, flach, eben - auch eine Weite tut sich auf, aber ganz anders, als vor drei Minuten noch. Ich fühle mich wie in die Landschaft meiner Kindheit versetzt, in die Marsch in Dithmarschen an der Schleswig-Holsteinischen Westküste. Die Landschaften gleichen sich sehr - auch, wenn sie doch so weit voneinander entfernt liegen.

Die Änderung der Landschaft kommt so völlig überraschend, gerade weil man auf der Abfahrt wegen des dichten Bewuchses keinen Blick in die Weite der Landschaft hat. Auch, wenn ich das Oderbruch ja schon aus einigen anderen Touren schon kenne: Mir geht hier vor Überraschung richtig das Herz weit auf, ein kurzes, begeisterndes Stück Strecke auf der Tour!

Sachsendorf

Großzügig angelegt ist das Dorf Sachsendorf und man fährt auf der "Straße des Friedens". Schon allein die Größe der Kirche lässt ahnen, dass man hier früher mal Größeres geplant hatte.

 

 

 

Ruhig und gemütlich geht es zu im Oderbruch. Der Radweg führt hier auf Straßen entlang. Aber das ist kein Problem - es gibt kaum Verkehr. Was kein Wunder ist, denn es gibt hier ja auch nur wenige kleine Siedlungen. Manchmal bestehen diese nur aus einzelnen Häusern, wie der Weiler Werder gerade. Manchmal hat man den Eindruck, dass man sich hier zu etwas größerem berufen fühlte, wie im recht großzügig angelegten Sachsendorf. Es wurde nichts aus größeren Ambitionen, Sachsendorf hat heute 465 Einwohner.

Sonnenblumen-Feld

Kurz vor dem Bahnhof Golzow noch einmal ein kurzer Stopp, um eines der Sonnenblumen-Felder ins rechte Abendlicht zu setzen.

 

 

 

Aber uns gefällt die Weite der Landschaft und das Friedliche dieser Gegend ausgesprochen gut. Hier und da gibt es nochmal einen Kurzstopp - und sei es nur, um ein Sonnenblumen-feld ins rechte Licht zu rücken. Dann sind wir, es ist 19:20 Uhr, am Bahnhof in Golzow gelandet - wo wir unsere heutige Fahrt ausklingen lassen wollen. Mit dem Zug soll es Richtung Berlin gehen, fünf Fahrradkilometer warten danach noch auf uns. Und dass wir bis zur Abfahrt des nächsten Zuges rund eine Stunde warten müssen - was soll's?

Bis hierhin jedoch haben wir von Fürstenwalde aus 64,4 km Oderbruchbahn-Radweg gefahren, waren dabei zumeist sehr gemütlich unterwegs und haben für die Strecke einschließlich der ausgiebigen Pausen 6:52 Stunden benötigt. Insgesamt, also mit An- und Abfahrten zeigen unsere Tachos nach der gesamten Fahrt am heutigen Tag 106,1 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18,3 km/h. Oftmals sind wir auf unseren Touren schon langsamer gewesen - heute ging es wohl zügiger, weil wir eigentlich überall völlig ungestört radeln konnten. Insgesamt macht der Tag aber viel Lust auf mehr Oderbruchbahn-Radweg!

 

 

Den Bericht zu dem zweiten Radtouren-Tag auf dem Oderbruchbahn-Radweg mit der Fahrt vom zweiten Startpunkt der Strecke in Buckow bis nach Seelow finden Sie hier.

 

Hier geht es zu meiner externen Bilderserie zu der gesamten Radtour auf dem Oderbruchbahn-Radweg mit 63 anderen, großformatigen Bildern auf meiner externen Webseite www.reiseberichte-bilder.de (neues Fenster öffnet).

 

 

 

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Dirk Matzen

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