Radfahren...!
RuhrtalRadweg (rückwärts)
9. Tag: (Xanten -) Duisburg - Essen (57 km)

Ein Fahrrad-Reisebericht über eine Radtour im April 2011
   mit 20 Bildern





Ruhr Styrumer Brücke

Nach einem Ausflug an den Rhein radeln wir wieder an der Ruhr. An diesem wunderschönen Ostermontag sind wir aber nicht alleine - wie hier auf der Styrumer Brücke.

 

Hier geht es zurück direkt zum unmittelbar vorangegangenen Teil 8 des Fahrrad-Reiseberichtes, dem achten Tag mit der Tour entlang dem rechtsrheinischen RheinRadweg aus dem niederländischen Millingen bis nach Xanten.

 

Es ist Montag, der 25. April 2011 (Ostermontag), 10:45 Uhr, Bahnhof Xanten.
Temperatur: 19 Grad, blauer, klarer Himmel.

 

Wieder empfängt uns der Tag - es ist Ostermontag - mit wolkenlosem, blauem Himmel. Es ist Sommer - zu Ostern: Wieder ist es bereits morgens warm genug, um mit kurzer Hose und kurzen Ärmeln aufs Rad zu steigen. Dies tun wir heute aber nur sehr verhalten, denn eigentlich geht es die kommenden Tage nur noch darum, die Strecke (also ein Stück des RheinRadweges sowie des RuhrtalRadweges), die wir zuvor bereits gefahren haben, wieder in Etappen zurück zu fahren. Freunde wollen noch besucht werden.

Und am heutigen Ostermontag ist unsere Motivation für ein Zurückfahren eher gering. Zudem spürt meine Liebste immer noch Folgen des Sturzes am zweiten Fahrttag in Hattingen, der ihr einen Rippenbruch bescherte. Und da uns das Stück RheinRadweg bei Duisburg uns auch nicht besonders gut gefallen hat, beschließen wir kurzerhand, von Xanten nach Duisburg mit dem Zug zu fahren. Ab Duisburg dann fahren wir den RuhrtalRadweg ein Stück "rückwärts", also entgegen der Richtung, die wir bereits gefahren sind. Das ändert die Perspektive und gibt so ja auch neue Einblicke.

Als Unterkunft haben wir uns bereits tags zuvor ein besonders nettes Plätzchen ausgesucht und telefonisch gesichert: Einen Campingplatz in Essen-Horst, idyllisch direkt an der Ruhr gelegen. Dort kann man eine Übernachtung in aufgearbeiteten Bauwagen mieten - das ist ja auch mal was besonderes. Genau dieser Campingplatz war uns bei Fahrt die Ruhr hinab schon aufgefallen, er kam uns sehr besonders vor.

Duisburg Friedrich-Wilhelm-Straße

Da sind wir wieder in Duisburg - und starten hier vor dem Hauptbahnhof durch die Friedrich-Wilhelm-Straße in Richtung RuhrtalRadweg.

Erst um kurz vor 12 Uhr sitzen wir dann in Duisburg "so richtig" auf dem Fahrrad - auch an diesem heißen Ostermontag wirkt Duisburg noch recht verschlafen, wie auch schon am Morgen des Ostersamstags. Den RuhrtalRadweg haben wir schnell wiedergefunden - diesmal sind wir auf dem Weg aber längst nicht so allein und in Ruhe, wie auf dem Hinweg (siehe hier den Bericht vom fünften Tag unserer Tour). Klar: an einem Ostermontag mit Traumwetter sind wahre Radfahrermassen unterwegs! So wird unsere eh schon gemütliche Tour oftmals noch gemütlicher, da wir uns in der Geschwindigkeit dem Gedränge auf dem Weg anpassen müssen.

Engstellen Ruhrradweg

Heute wird es an vielen Stellen eng auf dem RuhrtalRadweg. Fußgänger, Läufer, Radler, Radsportler und Inlineskater teilen sich den Weg an diesem Ostermontag. Die Strecke ist zwar sehr großzügig ausgebaut, aber doch ist viel gegenseitige Rücksichtnahme gefragt.

Allzu viele Überraschungen kann uns der RuhrtalRadweg heute natürlich nicht bieten, schließlich sind wir genau dieses Stück ja schon vor vier Tagen gefahren. Trotzdem genießen wir den schönen Weg bei dem schönen Wetter. Es ist einfach toll an der Ruhr.

Je näher man an die Großstädte heran kommt, um so voller ist der zuweilen doch sehr großzügig gestaltete RuhrtalRadweg: Radler, Skater, Läufer, Jogger, Radsportler, Spaziergänger - aller rangeln zuweilen geradezu um einen Platz auf dem Weg.

Styrum Ruhrtalradweg

Leider auch wieder dabei: Der schrecklichste Kilometer RuhrtalRadweg direkt neben den stark befahrenen Straßen A40 und L140. Puh!

Aber da wir die Strecke ja bereits bestens kennen und heute auch gar kein allzu langes Stück vor uns haben, lassen wir Sehenswürdigkeiten leichten Herzens beiseite, kehren lieber für gemütliche Kaffee-, Eis- oder Kuchen-Runden gleich an mehreren Orten ein: in Mülheim, Kettwig, Essen-Überruhr. Es locken an vielen Stellen der schönen Radfahrer-Strecke tolle Einkehrmöglichkeiten. An einem Tag wie diesem Ostermontag sind diese alle natürlich proppevoll, doch trotzdem haben wir meist Glück und finden ein freies Plätzchen.

Mintarder Brücke

Eine Menge Radfahrer unterwegs heute in Richtung auf die Mintarder Ruhrtalbrücke.

Kettwig Ruhr

Blick in Kettwig über die Ruhr.

Aber doch: Auch das Naturerlebnis kommt auf der Strecke nicht zu kurz und ist ein Genuss.

Ruhr bei Werden

Traumhafter Blick über die Ruhr bei Essen-Werden.

 

 

 

Aber unsere Neugierde auf die Strecke und die Umgebung, die auf der Hinfahrt vor ein paar Tagen noch so groß war, ist doch deutlich geringer. Es ist schon ein ganz anderes Gefühl, eine neu entdeckte Strecke gleich noch einmal zu fahren. So gleiten wir entspannt, gelassen und genussvoll auf dem Weg so dahin. Ohne immer nach dem richtigen Weg schauen zu müssen: Wir kennen ja noch die Richtung. Dementsprechend gemütlich geht es in der Abend hinein, die Radfahrer um uns herum werden deutlich weniger.

Als wir gegen 18:30 Uhr die schon reservierte Unterkunft erreichen, erweist diese sich in der Tat als großartig! Die Lage direkt am Ufer der Ruhr gefällt uns besonders. Nachdem wir den Fluss ja tagelang bei unserer Tour ja vom ersten bis zum letzten Meter begleitet haben ist ein nettes Gefühl, mal direkt am Ufer zu nächtigen. Und wir haben uns nicht getäuscht bei der Auswahl der Unterkunft. Es ist einfach idyllisch an der Ruhr! Und der gemietete, ausgebaute Bauwagen ist eine ebenso außergewöhnliche wie nette Unterkunft.

Schön wieder - ein traumhafter Tag zum Radfahren! Erst recht, wenn man erst mittags aufs Rad steigt. Heute legten wir also gerade mal 57,5 km zurück, insgesamt auf der Tour bis hierhin 503 km. Bei einer Netto-Fahrzeit von 3 Stunden und 48 Minuten waren wir mit der gemütlichen Geschwindigkeit von 15,1 km/h unterwegs. Unsere SPITZENgeschwindigkeit an diesem Tag war gerade mal 26,7 km/h - ja, hatte ich vor einem guten halben Jahr tatsächlich ein Jedermann-Radrennen über eine ähnliche Distanz mit der DURCHSCHNITTsgeschwindigkeit von rund 33 km/h bestritten???

Eine kleine Bilderserie mit Fotos der Tour des heutigen Tages findet sich hier unten noch:

Baldeneysee

Nicht nur auf der Weg ist eine Menge los - auch auf dem schönen Baldeneysee.

Gaststätte Rote-Mühle

Gleich mehrfach erliegen wir, wie viele andere auch, heute den Verlockungen der Gastronomie am RuhrtalRadweg. Hier zum Beispiel im Essener Fährhaus Rote-Mühle.

Ruhr bei Essen

Blick vom Campingplatz über die Ruhr: Ruhe und Natur pur!

 

 

Hier können Sie sich die kml-Datei dieser Tages-Etappe herunterladen - und den exakten Weg direkt z.B. in Google Earth nachverfolgen. Der exakte Tourenverlauf wird außerdem auch in der (zoombaren) Karte unten der roten Linie angezeigt.

 

Und hier geht es direkt zum unmittelbar folgenden Teil 10 des Reiseberichtes: Dem zehnten Tag mit einem kurzen Sprung am RuhrtalRadweg von Essen bis Hattingen.

 

 

 

 

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Dirk Matzen

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