Die 14. Vattenfall-Cyclassics 2009 in Hamburg

Eine Bilderserie mit einigen Impressionen als Zuschauer
   mit 34 Bildern




Cyclassics 2009, Holstenkamp

Die Vattenfall-Cyclassics 2009 nach einigen Kilometern des 55-Kilometer-Rennens auf dem Weg zur Brücke am Holstenkamp.

Es ist immer wieder ein tolles, spektakuläres Sport-Ereignis in Hamburg: Die Vattenfall-Cyclassics, früher mal als HEW-Cyclassics ins Leben gerufen. Ein Radrennen, quer durch Hamburg und um Hamburg herum. Das Besondere an dem Rennen: Nicht nur weltberühmte Profis rasen ungezügelt über Hamburgs Straßen, nein, alle können dabei sein. Das Profi-Rennen, das mittlerweile bedeutendste Tagesrennen Deutschlands wird umrahmt von Hobbyrennen, zu denen sich alle anmelden können, die gerne mitfahren wollen.

Im Jahr 2009 haben rund 22.000 Hobby-Rennfahrer hiervon Gebrauch gemacht. Hierfür stehen dann gleich drei Strecken zur Verfügung: Man kann sich über die Entfernungen 55 km, 100 km und gar 155 km ausprobieren. Und es ist keineswegs so, dass nun jeder mit seinem alten Holland-Rad dort gemütlich mitradeln kann. Nein, ein gewissen Anspruch an die Mitradler ist vorhanden: Man muss schon eine mittlere Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometer radeln - auf der "kurzen" 55 km-Strecke. Und je länger die Strecke, um so schneller muss man im Schnitt sein! Schafft man die Mindestgeschwindigkeit nicht, wird man am Ende des Feldes gnadenlos vom "Besenwagen" nebst seiner Begleiter eingesammelt und (notfalls auch mit Hilfe der Polizei) zur Beendigung des Rennens gezwungen. Dies ist allerdings keine reine Schikane, sondern es ist schlicht so, dass es ein Rennen sein soll und nicht zu einem Familienausflug verkommen soll. Und schließlich muss die Straße ja auch rechtzeitig für das folgende Profi-Rennen wieder frei und komplett gesichert sein.

Genau diese Bedingung sind es aber, die dafür sorgen, dass ich selber nun einmal NICHT an dem Rennen teilnehme! Mein altes und ziemlich aufgebrauchte City-Fahrrad (ich nenne es mehr oder minder liebevoll "Gurke") bringt mich zwar recht zuverlässig zu meiner Arbeitsstelle und erreicht dabei auch schon mal 25 km/h Spitzengeschwindigkeit. Aber das sogar über mehr als zwei Stunden? Das möchte ich der Gurke einfach nicht zumuten! Meine Beine, also - die hätten damit natürlich überhaupt kein Problem! Ganz sicher!

Also bin ich einer von denen, die dann an einem schönen Sonntagmorgen um Viertel vor Acht im heimischen Eimsbüttel an der Straße stehen - und wie alle je nachdem gucke, klatsche oder fotografiere. Der Ort ist etwa vier Kilometer nach dem Start, der in mehreren Blöcken erfolgt. Es dauert rund eine Stunde bis alle Fahrer der 55 Kilometer-Strecke an mir vorbeigerollt sind! Das ist durchaus beeindruckend.

Im Verlaufe des Tages findet man mich allerdings gerne auch an anderen Standorten. Das Rennen der Profis jedoch schenke ich mir seit einigen Jahren. Die wahren Helden sind für mich die Hobby-Radler - und hier natürlich ganz besonders diejenigen, die die Wahnsinns-Irrsinns-Strecke von 155 km zurücklegen (wofür gar ein Schnitt von 31 km/h gefordert ist: exakt fünf Stunden Zeit! Für 155 km auf dem Rad! Ein Wahnsinn!)...

 

Eine kleine Sammlung meiner Fotos der Cyclassics 2009 folgen hier.

Cyclassics 2009, in der Fruchtallee

Eine ganze Strasse voller flotter Radfahrer -
was für ein tolles Bild!

Reiner Calmund und Joey Kelly

Und Tatsache - da radelt "Iron Calli" durch Eimsbüttel: Reiner Calmund, auf seinem extra für dieses Rennen zugelassenen Dreirad, zusammen mit seinem "Personal Trainer" Joey Kelly. "Calli" war übrigens gut drauf und trotz der kleinen Steigung gut bei Puste. Die Zeit des Vorbeifahrens reichte natürlich auch, um den hier stehenden ca. zehn Zuschauern ganz redselig zwei Sätze zuzurufen... Und er schaffte es souverän ins Ziel: Respekt, Respekt!

Cyclassics 2009, Treffen am Rande

Schon nach wenigen Kilometern gibt es die ersten kurzen Stopps, um sich gute Wünsche abzuholen.

Cyclassics 2009, Autofahrer queren die Rennstrecke

Es ist doch einfach kaum zu fassen: Zahlreiche Autofahrer können es einfach nicht lassen, und müssen doch unbedingt die Strecke queren! Man hört ebenso viele böse wie dumme Worte, wenn jemand in einem Auto mal ein paar Minuten warten muss! Von der Polizei kunstvoll organisiert dürfen dann immer wieder mal ein paar bei den kleinen Pausen zwischen dem Durchfahren der Startblocks die Rennstrecke queren. Wie sonderbar, dass Autofahrer immer denken, die Straße sei immer nur für sie da. Dummheit hat offenbar vier Räder.

Cyclassics 2009, Zuschauer und Rennfahrer in Eimsbüttel

Von vielen Zuschauern wird fleißig geklatscht.

Cyclassics 2009, Anstieg zur Brücke Holstenkamp

... kommen einige schon ins Schwitzen. Trotzdem: ein beeindruckendes Bild.

Cyclassics 2009, Rennfahrer im Gegenlicht

55-Kilometer-Rennradler im Spiel von Licht und Schatten.

Cyclassics 2009, Besenwagen-Kolonne

... der Besenwagen neben einer ganzen Kolonne an Lieferwagen und Bussen. Die sammeln einen einfach ein, wenn man zu langsam ist.

Cyclassics 2009, Rennfahrer 155 km

Das Feld des 155-Kilometer-Rennens ist aber insgesamt
weit auseinander gezogen.

Cyclassics 2009

Auch hier: Vorfahrt fürs Rad unter polizeilicher Aufsicht.

Cyclassics 2009, bei der Bundesstraße

... und hier in dem kurzen Stück Bundesstraße zwischen Edmund-Siemers-Allee und An der Verbindungsbahn.

Cyclassics 2009, am Hauptbahnhof

Die 100-Kilometer-Rennfahrer in der Nähe Hauptbahnhofs. Sie hatten bis zum Ziel noch eine kleine Schleife zurücklegen, dann hatten sie es geschafft.

Cyclassics 2009, Kurve zum Jungfernstieg

... und in der Kurve auf den Jungfernstieg.

Cyclassics 2009, Zielgerade

Die Masse der 100-km-Radler mischt sich hier mit den ersten 155-km-Radlern.

Cyclassics 2009, Mönckebergstraße

100 Meter vor dem Ziel. Das Tempo fast aller Fahrer erschien mir in der Enge der Straße fast beängstigend hoch. Aber wahrscheinlich ist der Adrenalin-Kick auf den letzten Metern einfach zu gigantisch!

Cyclassics 2009, Zielgerade

Währenddessen kommen immer weiter Jedermann-Rennfahrer die Zielgerade entlang.

 

Es ist nicht das erste Mal, dass ich mir ein Jedermannrennen bei den Cyclassics anschaue. Aber - oha! - diesmal passiert etwas mit mir. Diesmal beschließe ich, es selber auch einmal auszuprobieren - und zwar im kommenden Jahr. Und zwar in Berlin - beim Velothon 2010. Dort sind nicht ganz so viele Leute unterwegs, wie hier in Hamburg. Mein Bericht über mein Erlebnis beim Velothon 2010 in Berlin findet sich hier.

 

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Dirk Matzen

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